Hub09.JPG

Konstruiert und fotografiert von Harald Steinhaus.
Hochgeladen am 12.3.2006, 13:50 von Harald.  9 / 9

Stefan Falk (12.3.2006, 14:32:51)

Raffiniert!

Die Differentialmimik ist klasse. Die Idee, die Scheibenteile (keine Ahnung, wie die korrekt heißen) als Zahnstange ist auch genial - wenn man genug davon hat.

Sonst könntest Du doch auch mehrere ft-Zahnstangen zusammenkoppeln. Zwar in diesem Fall nicht mit normalen Bausteinen, weil die Zähne ja freiligen müssen. Aber gingen z. B. BS 7,5 nicht für diese Aufgabe? Die Stangen werden doch nur auf Druck beansprucht, wenn ich das richtig sehe.

Gruß und, wiedermal, ein Kompliment für den Ideenreichtum, Stefan

Harald (12.3.2006, 16:18:34)

Das Anstückeln mit BS7,5 habe ich natürlich probiert gehabt ;-) aber die 2 oder 3 Millimeter Überlappung halten nicht so doll.

Von den “Hülse mit Scheibe” 35981 kannst du gerne welche abhaben (die habe ich mal in einem Sack “ft-Kiloware” erhalten).

Differenziale sind überhaupt faszinierende Teile. Womit ich mich aber schwer tue, ist, auszurechnen, welches Übersetzungsverhältnis die Mimik hier genau hat.

Gruß, Harald

Stefan Falk (12.3.2006, 18:05:33)

Das mit den BS 7,5 hatte ich mir ja fast schon gedacht (dass Du es probiert hattest nämlich) bzw. befürchtet (dass es nicht klappte).

Wenn ich mich richtig entsinne, sind derartige Getriebe auch in den hobby 2-Begleitbüchern drin. Sehr interessante Dinge kommen da raus.

Gruß, Stefan

wahsager (13.3.2006, 21:43:13)

Boah.

Sag mal, funktioniert das auch mit Schnecken m 1,5?

wahsager (13.3.2006, 21:53:51)

Ich habe die letzten fünf Minuten damit verbracht, herauszufinden, wie die Differenziale sich drehen. Mal sehen, ob ich die Übersetzung berechnen kann:

  1. Ich nehme an, die hintere Kette mit den Z10 bewegt sich kein Stück. Oder gerade so viel, um die Kippung der Zahnstange da oben auszugleichen.
  2. Die Differenziale drehen sich. Die im Bild hintere Halbachse dreht sich laut 1. aber nicht, also muss die vordere doppelt so schnell drehen wie das Differenzialgehäuse.
  3. An der Antriebswelle muss ich also doppelt schnell drehen, damit das Differenzialgehäuse einfach schnell dreht. Dann habe ich ein Übersetzungsverhältnis von 1:2, wenn ich mal ignoriere, dass die Zahnstange kippt.

Stimmt das? Ich hab grad weder Platz noch Zeit noch Material, das mal eben aufzubauen …

Harald (14.3.2006, 20:53:46)

Hobby2!? Richtig, da war noch was! Na gut, aber Getriebe mit zwei Differenzialen sind selbst da nicht drin, wenn ich richtig sehe.

Schnecken m1,5… mal sehen…

und siehe da: ja, es geht auch damit! Man muss die Differenziale etwas enger setzen, sonst schlüpfen/ruckeln sich die Schnecken (Schnecken in der Mehrzahl, weil ich auch hier zwei parallel verwende) dazwischen durch: streiche BS30, setze BS5 + BS7,5 + BS15 und die Sache passt. Die Schnecken drehen sich unter Last (insbesondere wenn noch Vibration im Spiel ist). Das kann man abstellen, wenn man die Klemm-Muffen mit Klemm-Z10 versieht: dann können sie sich nur noch gegenläufig drehen, und das nicht sehr weit.

Harald (14.3.2006, 20:55:45)

Zum Übersetzungsverhältnis: die Ketten bewegen sich nahezu gleich schnell, aber gegenläufig!

Wären alle Zahnräder gleich, stünde der Stempel still und die Ketten wären entgegengesetzt und gleich schnell (genau damit habe ich beim Rumfrickeln angefangen :-) )

Ich versuche mich jetzt mal daran:

Ich lasse zunächst den Stempel (Zahnstange) weg. Das Z20 links hinten sei “B”, das Z15 auf der anderen Seite des Differenzials sei “A”. Sie drehen mit Drehzahlen b und a. Der Korb des Differenzials ist Diff1, der Korb des anderen (des vorderen) ist Diff2. Bei den ft-Differenzialen dreht der Korb mit 1/2x Summe der Eingangsdrehzahlen links/rechts.

Fall 1: A dreht, B wird festgehalten: - Diff1 dreht mit a/2 - Die Kette um B steht - Diff2 dreht auch mit a/2

Fall 2: A fest, B dreht: - Diff1 dreht mit b/2 - Die Kette um A steht - Diff2 dreht mit ½ x B/A

Fall 3: Diff1 fest, A dreht: - wegen stehendem Korb ist a = -b - Diff2 dreht mit ½ x Summe seiner Eingänge: ½ x (a - a x B/A)

Fall 4: jetzt mit eingesetztem Stempel und gerader Führung: - der Stempel erzwingt Diff2=-Diff1 - tja, und jetzt, ähh, … weiß ich auch nicht weiter

Könnte man sagen, dass Fall 4 wie Fall 3 behandelt werden kann, und dass das Diff2 die Hälfte seiner Umdrehungen an Diff1 abgibt? Das würde bei B/A=4/3 auf eine Übersetzung von 1:12 hinauslaufen. Das käme in etwa hin.

Gruß, Harald

schnaggels (31.3.2006, 00:04:53)

Irgendwie ist diese interessante Diskussion an mir vorbei gegangen. Das sollten wir im Forum machen und hier nur die Bilder erläutern oder was denkt ihr?

Thomas

PS: Ich muß es wohl nachbauen, im Kopf verstehe ich grad nicht warum sich die beiden Diffs überhaupt gleich schnell bewegen…

Harald (2.2.2008, 08:02:00)

Thomas, achte auf das “++Wären++ (alle Zahnräder gleich…)”. Sie sind es nämlich nicht, und deswegen drehen die Differenziale unterschiedlich schnell.