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Thema: FAQ: fischertechnik

Aktuelle Version

von: Masked

am: 02.07.2012, 16:45:59 Uhr


Häufig gestellte Fragen über fischertechnik und ihre Antworten



Version 0.51, 17.01.2004

Dieser Artikel ist auf dem Stand von 2004. Insbesondere die Angaben zum Computing sind größtenteils vollkommen veraltet!



0. Einleitung



Diese FAQ dient dazu, einen Überblick über das Konstruktionssystem fischertechnik zu geben. Im ersten Teil gehen wir auf das System im Allgemeinen und seine Möglichkeiten ein, im zweiten Teil werden Tipps und Tricks für die Fortgeschrittenen verraten.

Diese FAQ versteht sich eher als Nachschlagewerk denn als Entlastung für die "alten Hasen". Im Gegensatz zu vielen anderen FAQs sind wir das Antworten noch nicht leid, jedoch ist es praktisch, alle Antworten auf einem Fleck zu haben und als eine Art Nachschlagewerk zu benutzen.
Danach richtet sich auch der Inhalt: Wir haben natürlich die "Evergreens" mitaufgenommen, einige Punkte dagegen sind offensichtlich, werden allerdings trotzdem beantwortet. Andere wiederum sind recht speziell und nicht für alle interessant. Wieder andere sind bloße (Eigen-) Werbung. Diese Artikel sollte man natürlich insbesondere lesen ;-)
Natürlich ist dieses Dokument noch nicht fertig, zB soll Punkt 2 noch ganz erheblich wachsen. Wir arbeiten daran, wenn wir Zeit und Lust haben. Wenn Sie Zeit und Lust haben, tragen Sie dazu bei! Wir freuen uns über Kritik und noch mehr über die Punkte, die noch fehlen.
Eine Liste mit zu schreibenden Artikeln findet sich im HTML-Quelltext. Beiträge aller Art bitte an [a ref="mailto:wah.sager@web.de"]Heiko Engelke.



Inhaltsverzeichnis



<!-- TODO-Liste, stichwortartig, unverständlich, knapp.

[X] geschrieben (nicht gelöscht zur Verbesserung des Selbstvertrauens)
[_] nicht geschrieben

[_] - Aus was besteht fischertechnik?
[X] - C64-Interface am PC
[_] - Haftreifen Bauspielbahn
[_] - 2.4: CNY70, ~37, Spezialmotoren, Steuerungen, Lochverstärker etc.
[_] - Ordnung halten (ft-fans.de?)
[_] - Reparatur von Bausteinen
[_] - Downloadmodus des II (ausführlich)
[_] - Eigener Punkt für Interfacefragen
[_] - Übertragung von Lego-ft zu den anderen Punkten
[X] - 1.10 verbessern: Anspruch
[_] - umfassendes Computing-Kompendium mit Unterthemen:
[x] Interfaces
[_] Einstieg, Übersicht über die Kästen
[_] Tipps zu LLWin
[_] evtl. Einführung in die Programmierung aus 'echten' Sprachen (Art der Treiberunterstützung)
[_] evtl. evtl. Linux-Unterstützung (Link zu Defiant)
[_] merkwürdige Steuerungen: Handyboard, &#65533;C, SPS etc.
-->







1. fischertechnik. Ein Überblick.



1.1 Was kann man mit ft bauen?



fischertechnik lässt sich am ehesten in den Bereich Konstruktionsspielzeug einordnen, also gleich neben Meccano (und weit weg von Lego). Normalerweise baut man damit technische Modelle und Funktionsmodelle, also LKW, Kräne, Roboter. Dabei wird weniger Wert auf das Aussehen und die Maßstabstreue gelegt, lässt sich das doch ohnehin kaum erreichen, solange man ein Bauteilsystem hat (trotzdem schaffen es einige!). Viel wichtiger sind den meisten die technischen Details in den Modellen. Ein LKW hat eine Achsschenkellenkung, ein Differenzial und eine Kardanwelle, ein Kran sieht nicht nur aus wie ein Kran, sondern er funktioniert auch so. Viele der Spezialteile stellen bestimmte technische Funktionen zur Verfügung. Von der einfachen Seilwinde über Zahnräder und Schneckentriebe geht es über den Pneumatikzylinder, den Flip-Flop-Baustein und den LDR bis zum Interface, das Computersteuerung und Automatisierung ermöglicht. Dabei ist fischertechnik immer auf dem Stand der Technik: In den 70ern gab es Elektromotoren und Zahnradübersetzungen (okay, damals war die Technik weiter), bald folgten Elektronik und Pneumatik, in den achtziger Jahren gab es die ersten Roboterarme, in den neunzigern auf sechs Beinen laufende Modelle und Solarzellen.

fischertechnik wurde einmal als "System der unbegrenzten Möglichkeiten" beworben, und tatsächlich gibt es wenige technische Geräte, die sich nicht bauen ließen.
Praktisch scheitert es an der Menge der Einzelteile, aber es wurden bereits Kräne von 4m Rollenhöhe gesehen (mit beachtlicher Tragkraft), Computergehäuse, eine Fertigungsstraße für LKW, würfelnde Roboter, Exzenterpressen ... nungut. Es gab auch schon einen Nachbau der Dresdener Frauenkirche (die ein echtes Schmückstück ist aus ft), aber es dominieren doch die hauptsächlich technischen Modelle.


1.2 Gibt es überhaupt noch fischertechnik?



Aber klar doch! Auch, wenn manche Händler anderer Meinung sind, wurde die Produktion von fischertechnik seit der Erfindung in den 60ern nie mehr gestoppt. Leider wird jedoch kaum Werbung für dieses Konstruktionssystem gemacht, sodass man danach suchen muss. Wenn man fischertechnik kaufen möchte, findet man es z.B. im Onlineshop auf fischertechnik.de, bei Knobloch, Staudinger und nicht zuletzt bei eBay. Wenn man Gleichgesinnte sucht, die sich den Technikmodellbau zum Hobby gemacht haben, sollte man im Forum auf fischertechnik.de oder beim fischertechnikclub Nederland suchen.

1.3 Kann man alt und neu kombinieren?



Ja. Zu 100%, jetzt und in alle Ewigkeit. Der Grundbaustein ist in den letzten vierzig Jahren gleich geblieben und wird sich erst ändern, wenn das Rad neu erfunden wird. Es ist nahezu alles frei kombinierbar. Elektronik passt mit dem Interface zusammen (wenn man die Spannungen beachtet), Achsen passen überall, man kann Kästen aus den späten 60ern mit dem Super-Truck der 80er und mit den Industry Robots der 00er kombinieren (auch wenn ich mich frage, was da für ein Modell herauskommen soll ...).

Ein Sonderfall sind die Betriebsspannungen für Motoren, Elektronik und Elektromechanik:
Die alten Elektronikbausteine arbeiten mit 5V, genau wie die Eingänge des alten Interfaces mit Parallelanschluss. Das neue Interface bietet durchweg 9V, die Ausgänge des alten Interfaces ebenfalls. Alte Lampen sollte man jedoch nicht mit mehr als 6V betreiben (gilt nur teilweise / oder bei Conrad Ersatz kaufen). Die Motoren verkraften laut den fischerwerken allesamt 9V, auch wenn auf alten M-Motoren 6V draufsteht. Die einzige Ausnahme bilden die 24V-Motoren aus dem Industriebereich, aber das ist ohnehin klar.

1.4 Sind die neuen oder die alten Bausteine besser?



Geschmackssache. Viele verwenden die grauen Bausteine, weil ihnen die neuen Bausteine zu bunt sind. Sonst gibt es allerdings keine besonderen Gründe, die alten oder die neuen Bausteine vorzuziehen: Das Material und damit die Festigkeit ist gleich geblieben, die alten Teile sind höchstens ... älter. (Was aber im Prinzip keine Qualitätseinbußen bedeutet)
Einige Teile gibt es nur im neuen, andere nur im alten Programm. Man sollte für sich entscheiden, was man verwenden will.
Eins steht für mich fest: Grau und Gelb lässt sich wirklich nicht kombinieren. Aber genau das tun tatsächlich manche! Also, wenn ihr die schwarzen Steine verabscheut oder eine ähnliche Einstellung habt: Versucht nicht zu missionieren. Prinzipiell kann man fast alles kombinieren.


1.5 Wann und von wem wurde fischertechnik erfunden?



Artur Fischer, Senator Eh Prof. Dr. phil. hc Dr.-Ing. Eh., erfand fischertechnik 1964. Anfangs wurde es als Weihnachtsgeschenk verbreitet -- wer mehr über den Ursprung der fischertechnik wissen möchte, der lese hier weiter.

1.6 fischertechnik ... hat das nicht was mit den fischerdübeln zu tun?



Ja.
Beide Produkte wurden von Artur fischer, äh, Fischer erfunden und heute von der weltweit agierenden Unternehmensgruppe fischer vertrieben. Anfangs bestanden beide Produkte aus dem gleichen (oder zumindest sehr ähnlichen) Kunststoff, haben aber sonst nicht viel miteinander zu tun: Mit dem einen hängt man Sachen an die Wand, die sonst herunterfallen würden, mit dem anderen baut man eher eine Maschine, die die Wand hochläuft.

1.7 Aus welchem Material bestehen die ft-Steine?



Gegenfrage: Was willst du mit den Steinen machen, dass du die Siedetemperatur wissen willst? ;-)

Okay, wir sind ja nicht so. Die Statik sowie die roten Teile bestehen aus Nylon (PA6) (wie die heutigen Dübel). Die Grundbausteine und alles Schwarze besteht aus ABS, die Zapfen aus POM, außerdem findet sich ein Metallkern in jedem Grundbaustein. Es gibt keine Unterschiede im Werkstoff zwischen grau und schwarz, also sollte die Festigkeit auch gleich geblieben sein.



1.8 Wie heißt es jetzt -- fischertechnik,
Fischertechnik, Fischer Technik oder wie?



fischertechnik. Man schreibt den Markennamen fischer -- also auch fischerwerke usw. -- immer klein und zusammen, auch am Satzanfang. Die nächste Haarspalterei: Es heißt Artur Fischer, nicht Arthur Fischer. Dazu ein Zitat von ihm selbst: "Artur, ohne h. So einfach wie möglich."



1.9 Was hat es mit Computing auf sich?



Es gibt seit 1984 computergesteuerte fischertechnik-Kästen. Der Schwerpunkt lag dabei oft auf stationären Modellen, etwa Roboterarmen und Handhabungsmaschinen. Ein Highlight ist der 1985 erschienene Plotter, für den auch eine Art Druckertreiber existierte. Hier noch ein paar Informationen zum damals verwendeten parallelen Interface.Einige Jahre später kamen dann die mobilen Roboter, wie sie Lego kurz danach herausbrachte. Der Kasten hieß "Mobile Robots", das Interface wurde intelligent und die Roboter konnten sich autonom bewegen, soweit der Akku reichte. Inzwischen gibt es den Mobile Robots 2 [PDF], der neue Motoren und neue Modelle ins Spiel bringt.

Aber fischertechnik Computing richtet sich nicht nur an den Hobbyisten zuhause. Ebenfalls seit den 80ern werden fischertechnik-Modelle (oft fertig aufgebaut) an Industriekunden geliefert. Sowohl an Universitäten als auch in der Industrie beschäftigt man sich mit fischertechnik. Okay, man spielt nicht, aber zur Simulation von Anlagen, zur Planung und Programmierung werden gern fischertechnik-Modelle verwendet, die natürlich besonderen Industrieanspruch haben. Zu erwähnen ist hier die Firma Staudinger EST.

Recht häufig kommen Einsteiger zu uns, die gerne Roboter bauen und steuern würden. Um Hilfe zu geben, gehen wir hier auf die häufigsten Fragen ein.

1.9.1 Kann ich die Computingteile kombinieren?



Grundsätzlich gilt das gleiche wie für das restliche fischertechnik: Es lässt sich fast alles kombinieren. Es ist kein Problem, den ersten Computing-Kasten der 80er mit den Neuerscheinungen zu kombinieren. Weil sich Computing jedoch stärker entwickelt hat als das restliche System, gibt es einige Ausnahmen:


  • Elektronik und Gabellichtschranken an neuen Interfaces:
    Das "parallele" Interface besitzt an den Eingängen nur 5V. Das macht es möglich, die fischertechnik-Elektronikbausteine direkt damit zu kombinieren und so komplexere Steuerungen aufzubauen. Die Gabellichtschranke aus dem Trainingsroboter besitzt einen Infrarot-Sender zur Impulserkennung. Beides sollte man nicht ohne Besondere Vorkehrungen am "seriellen" Interface betreiben, da die Spannung an den Eingängen hier 9V beträgt. Taster und ähnliche Sensoren arbeiten unabhängig von der Eingangsspannung.


  • C64-Interfaces: Es ist möglich, diese Interfaces an aktuellen PCs zu betreiben, allerdings ist es eine wüste Bastelei. Wir raten davon ab, denn man kommt günstiger weg, wenn man ein neues Interface kauft (Wer damit herumbasteln will, benutzt eh Microcontroller.).


  • Alte (parallele) Interfaces: Weil die Ur-Interfaces mit parallelem Anschluss kaum "Eigenintelligenz" hatten, wurde der Parallelport als beschleunigter serieller Anschluss missbraucht. Leider sind die Windows-Versionen mit NT-Kernel (NT4, 2000, XP) davon nicht gerade begeistert und verweigern die Zusammenarbeit. Angeblich funktioniert es doch, wenn man erst ein Windows 9x (95, 98, 98SE, ME) installiert, das Interface damit mindestens einmal betreibt und dann updatet.


  • Analoge Sensoren: Den LDR ( War es der LDR?) aus dem Profi Sensoric kann man leider nicht am Interface betreiben, weil die Widerstandswerte unterschiedlich sind. Keine Angst, im Elektronikversand sind das Centartikel.


  • Gabellichtschranken: Der geniale Trainingsroboter benutzte zur Impulszählung sehr genaue Gabellichtschranken, die in recht geringen Abständen eine Flanke liefern -- und deshalb leider für den PC zu schnell sind. An Amigas kann man die Sensoren mit voller Geschwindigkeit abfragen. Eventuell empfiehlt sich hier ein Umbau zu CNY37-Gabellichtschranken mit selbstgedruckten Impulsstreifen.




1.9.2 Welcher Computing-Kasten ist der beste?



fischertechnik hat derzeit eine Reihe von Kästen zur Computersteuerung im Angebot, die verschiedene Ziele verfolgen. Die Modelle sind stark unterschiedlich, jedoch kann man sie beliebig miteinander kombinieren.
Es ist auch möglich, sie mit anderen ft-Kästen zu kombinieren, also z.B. einen computergesteuerten Kran zu bauen. Die Fantasie kann sich also richtig austoben! Gerade deshalb ist es sinnvoll, den richtigen Kasten als Einstieg zu wählen. Später kann man sein Sortiment immer noch erweitern.

Alle Kästen enthalten nicht das Intelligent Interface, das zur Ansteuerung benötigt wird (andere Steuerungen siehe *TODO*). Die "mobilen" Kästen benötigen zudem eine Stromversorgung per Akku, etwa das Accu Set. Insgesamt ist Computing mit fischertechnik teurer als mit den Lego Mindstorms, aber es ist sein Geld wert: Von den Möglichkeiten kann man nur schwärmen. Oder, um es sehr direkt zu sagen: Der Lego-RCX hat 3 Ein- und 3 Ausgänge. Jede Kuh hat mehr ;-)


  • Mobile Robots 2: Wenn man an selbstgebaute Roboter denkt, werden einem wohl zuerst autonome, fahrende Roboter einfallen, die sich in Räumen orientieren und einfache Tätigkeiten verrichten können. Fast alle Hobbyroboterkästen erlauben den Bau solcher Modelle. fischertechnik sticht hier besonders durch die extrem starken Motoren hervor: Es werden 2 Power Motoren verbaut, die je 1,2Ncm Kraft besitzen. Ein Meter pro Seuknde wurde bereits damit erreicht, glücklicherweise sind die Motoren untersetzt. Die Modelle können Abgründe, Hindernisse und schwarze Linien auf dem Boden erkennen und ihnen ausweichen oder folgen, je nachdem. Sie besitzen Radantrieb nach dem Panzerprinzip:
    Ein Motor links, einer rechts, sodass sie auf der Stelle wenden können. Die Programmierung geschieht aus LLWin heraus, der Speicher ist begrenzt.

  • Bionic Robots:
    Erst kam "I'm Walking", dann "Mobile Robots", hier ist beides kombiniert: Roboter, die auf zwei bis sechs Beinen laufen. Die Sensorik ist leider recht begrenzt, die verschiedenen Laufmechanismen besitzen allerdings ihren Reiz.
  • Computing Starter:
    Um das Prinzip der Computersteuerung zu verstehen, gibt es diesen Kasten. Ein Motor und eine Wagenladung Sensoren werden für einfache Maschinen und Regeleinrichtungen verwendet. Dieser Kasten empfiehlt sich vor allem für den Einstieg, weil er recht grundlegend ist und durch andere Baukästen beliebig erweitert werden kann.
  • Industry Robots:
    Mit fischertechnik lassen sich nicht nur mobile Roboter bauen, sondern auch Roboterarme, wie sie in der Industrie verwendet werden. Verschiedene Greifroboter und ein Schweißroboter (mit Glühbirnchen) zusammen mit leistungsfähigen Programmiermöglichkeiten (Teach-in, Joysticksteuerung, C++ etc.) sorgen für Unterhaltung. Die Ausstattung mit 4 Motoren und 8 Tastern ist reichhaltig, allerdings bewegen sich die Roboter eher gemächlich und sind dadurch recht unspetakulär.
  • Pneumatic Robots:
    Mit diesem Kasten lassen sich Roboter mit Luftdruck betreiben:
    Greifmaschinen und Sortierstrecken werden von kleinen Pneumatikzylindern angetrieben. Mithilfe von Magnetventilen und einem Kompressor (der nicht allzu schwach ist) kann man interessante Modelle konstruieren. Leider belegt ein 3/2-Magnetventil bereits einen kompletten Motorausgang. Wir empfehlen die Trennung der Eingänge.



Wer kann diese Aufzählung durch Erfahrungsberichte ergänzen? Wir möchten eine möglichst umfasende Übersicht erreichen. Ergänzungen bitte per [Bearbeiten] unten auf dieser Seite.

1.9.3 Was kann Computing?



fischertechnik Computing ist nicht nur auf [to be continued]



1.10 Deutschland gegen Dänemark -- fischertechnik und Lego



Oft kommen Leute zu uns, die gerne wissen möchten, ob sie sich für Lego Mindstorms entscheiden sollen oder für fischertechnik Computing. Erst sollte natürlich gesagt werden, dass hier niemand zu Mindstorms raten wird, denn wer fischertechnik kennt und benutzt, der weiß es zu schätzen und kennt deutlich die Schwächen von Lego.
Nach unserem Selbstverständnis benutzt man Lego eigentlich nur, weil man fischertechnik nicht kennt. Vielleicht sollte man die folgenden Punkte daher etwas kritischer sehen, vielleicht ist aber wirklich etwas dran.


1.10.1 Die Steuerung



Das Lego-RCX schafft genau drei Ausgänge und drei Eingänge. Für einige mobile Roboter mag das ausreichen, aber spätestens bei Roboterarmen erreicht die Steuerung ihre Grenzen. fischertechnik bietet in der Ausgangsversion (übrigens seit knapp 20 Jahren) vier Motorenausgänge und acht Digitaleingänge plus zwei analoge, was bereits die Steuerung von Roboterarmen in drei Bewegungsachsen ermöglicht. Außerdem lässt sich die Anzahl der Ein- und Ausgänge durch das Extension Module verdoppeln. Dafür gibt es keine Kamera, die sich direkt mit der Software verarbeiten lässt.

1.10.2 Die Software



Das Intelligent Interface lässt sich in genau einer Sprache so programmieren, dass es ohne Verbindung zum Computer läuft. Diese Sprache ist das von fischertechnik vertriebene "LLWin 3.0", was jedoch für die meisten Aufgaben ausreicht und sehr einfach zu erlernen ist. Der niedrige Speicher dämpft jedoch die Freude, die man mit dem sog. Downloadmodus haben wird -- allerdings hat Lego genauso 32k.

Für den Modus mit Verbindung zum Computer gibt es jedoch eine breite Basis an Sprachen, die unterstützt werden. fischertechnik.de gibt einen ersten Überblick, umfassende Informationen gibt ftcomputing.de.

Für Apple-Benutzer gelten andere Bedingungen. Die Firma Boenig&Kallenbach vertreibt Steuerungen für fischertechnik, die speziell für Apple entwickelt wurden.



1.10.3. Das System



Es ist schwierig, fischertechnik und Lego objektiv zu vergleichen -- trotzdem wird es immer wieder getan. Jeder fischertechniker wird wohl den folgenden Dialog kennen:
"Und, was machst du so hobbymäßig?" -- "fischertechnik." -- "Was ist das?"
-- "Sowas wie Lego, nur besser."
... und dabei weiß man ganz genau, dass dieser Vergleich hinkt. Nicht nur, dass die Möglichkeiten von fischertechnik erheblich weiter gehen, es sind verschiedene Konzepte und verschiedene Möglichkeiten, die die Systeme bieten.

Lego ist leicht begreifbar. Jedes Kind findet binnen Sekunden heraus, wie man Legosteine aufeinandersetzt. Erst Duplo, dann Lego, schließlich Lego Technik -- man wird gut an das System herangeführt. Leider ist das System dadurch aber auch beschränkt, so kann man an den normalen Legostein nicht von allen Seiten anbauen und erst recht nicht zwei Steine um einen
halben Millimeter verschieben. Außerdem ist es für Kinder spannend, einfach drauflos zu bauen. Später erkennt man dann schon, was es geworden ist.

fischertechnik ist mal wieder ganz anders: Man braucht ein wenig Gefühl und mehr Kraft in den Fingern, um zwei Bausteine ineinanderzuschieben.
Außerdem wird man auch nach dem hundertsten Baustein noch nicht wissen, was man gerade gebaut hat, wenn man es nicht von Anfang an wollte. Das liegt jedoch an der Eleganz von fischertechnik: Die Grundbausteine findet man in jedem Kasten in ausreichender Zahl, denn sie sind universell verwendbar. Die Bausteine sind abstrakter (zumindest die Grundbausteine), dafür aber auch vielfältiger zu verwenden.

Lego bietet Kästen, mit denen nur ein Modell gebaut werden kann. Das muss nicht technisch sein, sondern es können auch Burgen, Häuser etc. sein. Es soll gespielt werden, und die Modelle sind oft mit Finessen und Funktionen ausgestattet, die das Spielen nicht langweilig werden lassen.Lego Technic ist schon etwas technischer fixiert, aber der Schwerpunkt liegt immer noch auf Modellen, die einmal gebaut werden und mit denen dann gespielt wird. Die technischen Raffinessen sind oft großartig (Einziehfahrwerk!), aber nur wenige Lego-Technic-Freaks kommen über das Bauen nach Bauanleitung hinaus.

fischertechnik verfolgt ein ganz anderes Ziel: Hier soll selbst gebaut werden, technische Prinzipien sollen erfasst werden und auf spielerische Weise selbst entworfen -- erfunden -- werden. Nicht umsonst findet man fischertechnik in etlichen Schulen und Universitäten und sogar Physikbüchern, denn von Statik über Mechanik bis hin zu Robotiken kann sehr viel mit fischertechnik nachgebaut werden, oft ohne feste Anleitung, inspiriert durch eine Abbildung oder Zeichnung. In dem jeweiligen ft-Kasten ist eine Anleitung enthalten die mehrere Modellbauvorschläge enthält. Bei den neueren Kästen sind dies die Modelle die auf dem Karton außen abgebildet sind. Bei den älteren lag zum teil auch ein Übersichtsblatt mit bis zu 200 (400?) Modellen bei. Aber keine Angst, es ist spielerisch leicht zu erlernen, und bald konzentriert man sich auf das jeweilige Modell und nicht mehr auf die einzelnen Bausteine.

Ein anderer Faktor, der bei fischertechnik zum eigenständigen bauen anregt, sind die übrigen Teile: In Kösten wie z.B. dem Universal sind auch dann noch massig Teile übrig, wenn man das größte Modell in der Bauanleitung gebaut hat.
Dann schreit der 6jährige zukünftige Maschinenbauingenieur auf: "Papa, da sind Teile übrig!", worauf der Papa kreativ meint, "bau die doch noch irgendwo ein!", oder "bau doch noch ein kleines Auto damit, ich sehe da ein paar Räder", und schon fängt Sohnemann an, selbst kreativ zu werden.


Man sollte sich ein wenig mit den beiden Systemen auseinandersetzen , damit man einen Überblick bekommt. Wenn man jedoch fischertechnik als Alternative miteinbezieht, wird man sich kaum noch für Lego entscheiden.

<!-- Hach, was ne schöne Argumentation. -->







2. Für Fortgeschrittene: Anregungen, Ergänzungen, Ratschläge.



2.1. Gibt es eine Datenbank mit allen Teilen|Kästen|Anleitungen?



Ich gehe davon aus, dass Sie bereits in der Modelldatenbank von fischertechnik.de ihren Vorrat an Bauanleitungen aufgefrischt haben. Es gibt aber darüber hinaus noch einige Projekte von Fans, die *alle* bisherigen Bauteile und Baukästen umfassen, zum Beispiel die riesige Tabelle 'ft-History' von Karl Tillmetz (charlie2700).
Wer sich dafür interessiert, sollte sich einige Threads im Forum anschauen:




2.2. Wo kann ich fischertechnik kaufen?



2.2.1 neue Kästen



Es ist mancherorten gar nicht so leicht, an fischertechnik-Kästen zu kommen. Obwohl die Händlerpräsenz im Moment wieder stark ansteigt, ist ft noch recht dünn vertreten. Einen Überblick gibt natürlich das Händlerverzeichnis, aber wenn der Weg immer noch zu weit ist, bietet sich der Onlineshop an. Erfahrungsgemäß wird dort sehr schnell und zu guten Preisen geliefert, die Versandkosten halten sich in Grenzen. Eine Übersicht preiswerter Händler gibt ftcommunity.de.

2.2.2. Gebrauchte Kästen und Einzelteile


eBay ist die erste Adresse, wenn man <!-- makeashorterlink.com für Druckausgabe? --> seinen Teilebestand schnell und preiswert aufstocken will. Aber Vorsicht, die Preise sind teilweise pure Fantasie und liegen über den Neupreisen. Für Schnäppchen gilt das gleiche wie immer: Wer sucht, findet auch, und es ist notwendig, sich einen Überblick über die Preise zu verschaffen.
Erfahrungsgemäß gibt es unter den ft-Verkäufern wenige bis gar keine Betrüger.
Außerdem bietet sich noch das Marktplatz-Forum an, allerdings ist das Angebot nicht zu vergleichen.

2.2.3. Neue Einzelteile


Die Knobloch GmbH übernimmt den Vertrieb der fischertechnik-Einzelteile. Eine Lieferung innerhalb von drei Tagen ist nicht außergewöhnlich, die Preise sind allerdings nicht immer ein Sonderangebot. Für den Kauf von Alu-Profilen empfehlen wir die Firma Staudinger, die sie recht preisgünstig verkauft. Allerdings ist für die Montage ein Schmiermittel zu empfehlen, siehe 3.8.1..

2.3 In meinem Kasten fhelt ein Bauteil. Was tun?



Es kommt vor, dass in neuen Baukästen Teile fehlen. Es ist nicht unbedingt abwegig, in einem neuen Kasten die Bauteile zu zählen. Meistens wird man sich freuen, weil einige Teile zu viel im Kasten sind, aber falls Teile nicht mitgeliefert wurden, werden sie normalerweise von den fischerwerken nachgeliefert, wenn man einen Brief an diese Adresse schreibt.
Für defekte Bauteile gilt ähnliches, allerdings lohnt es kaum, wegen eines zerbrochenen Bausteins 15 einen Brief zu schicken.

Die Reparatur von Bauteilen gestaltet sich da schon etwas schwieriger, ist aber manchmal dennoch möglich.

<!-- ... Auch dieser Punkt könnte ncoh etwas erweiterung vertragen -->

<!--

Baustelle!



-->

2.4 Wie kann ich fischertechnik erweitern?



Längst nicht alles, was man als Technikmodellbauer gebrauchen kann, gibt es bei Knobloch. Einiges muss man sich selbst zusammenbasteln und bekommt auf diese Art sehr schöne Erweiterungen zum fischertechnik-Sortiment.

2.4.1. Pneumatik



Der Profi Pneumatic I war wohl derjenige Kasten, der bisher die meiste Kritik vertragen musste. Der Luftdruck war niedrig, die Vielfalt der Teile hielt sich in Grenzen. (Inzwischen gibt es den Profi Pneumatic II, der vieles besser macht.)

Allerdings gibt es einige Tricks, um der Pneumatik sprichwörtlich "Druck" zu machen. Der einfachste besteht darin, einen Luftspeicher zu integrieren, sodass ein gleichmäßiger Druck aufgebaut wird und die Zylinder schneller betätigt werden. Aber was eignet sich dafür? Für stationäre Modelle nimmt man eine (leere) PET-Flasche und sticht mit einem spitzen Gegenstand
(Schraubenzieher) ein Loch in den Deckel. T-Verteiler drauf, fertig. Bei LKW-Modellen und mobilen Robotern zB wird es da schon schwieriger. Hier empfiehlt sich der Lufttank, den es unter der Nummer 36190 bei Knobloch gibt.

Und wenn gerade ein Zylinder fehlt? Vielleicht hilft ja das Lego-Technik-Modell, das noch in der Ecke steht. Die Zylinder passen nicht ganz (Stilbruch, ja), die Schlauchanschlüsse sind ein klein wenig zu dick und die Bohrungen an den Kolbenenden ein klein wenig zu breit. Aber es funktioniert erfahrungsgemäß und man kommt zu einigen recht preiswerten Zylindern, falls man noch Lego Technik im Haus hat.

Magnetventile sind teuer, und wir haben noch keinen Versandhandel gefunden, der billiger liefert. Macht nix, man kommt auch ohne aus. Markus Pütter und Paul Van Damme erklären, wie. Auf der gleichen Seite befindet sich noch ein interessanter Vorschlag für eine Kompressorabschaltung, eine Info-Datei über Pneumatik [gezipptes PDF] und eine allgemeine Abhandlung über Pneumatik.

2.4.2 Achsen



Ein häufig benötigtes Gut sind Achsen, und zwar möglichst die harten Metallachsen. Die, die man hat, sind normalerweise entweder zu lang, zu kurz oder eh schon verbaut und man hat nur noch die Kunststoffachsen, die eben doch nicht alles können. Zum Glück sind "runde Stäbe" leicht zu bekommen, der Durchmesser von 4mm stellt kein Problem dar. Geeignet sind nahezu alle Arten von Metall, ob Stahldraht, Messingröhren oder Kohlefaserstäbe. Achtung, vorher darauf achten, was man zusägen kann! Messing ist hier gutmütig, Stahl garstig, Kohlefaser abscheulich.

2.4.3 Sensoren



Es gibt in den Elektronikversandhäusern eine Reihe von interessanten Sensoren, die sich gut mit dem Interface kombinieren lassen:


  • Der Optokoppler CNY70 verrichtet einen einfachen Dienst:
    Er unterscheidet schwarz von weiß. Mithilfe dieses Sensor kann man positionieren, schwarzen Spuren folgen lassen, Domino spielen etc..
    Alle weiteren Informationen von Einbaubeispielen bis zum Schaltplan liefert die ftcommunity.de.

  • Die Gabellichtschranke CNY37 ist genauso beliebt unter Robotikern, da man mit ihr sehr präzise positionieren kann. Mit Klarsichtfolie und einem Laserdrucker werden schwarz-transparente Streifen ausgedruckt, auf die der CNY37 reagiert. Auch hier hilft die ftcommunity.

  • ...




Weitere Tricks werden folgen. <!-- Zum Beispiel: Spezialmotoren, Sillikonöl, Lochverstärker etc.-->

2.5 Was bitte soll das für ein Teil sein?.



Knobloch GmbH hat einige sehr übersichtliche Listen, die wahrscheinlich weiterhelfen sollten. Wenn Sie nicht erkennen, was man mit einem speziellen Teil anfangen soll, hilft das Forum sicherlich weiter.

2.6. Gibt es Geheimtipps unter den Einzelteilen?.



Einige Teile gibt es, die nur den versierten Technikmodellbauer interessieren, in handelstaugliche Modelle aber offensichtlich kaum oder nur in homöpathischen Dosen zu integrieren sind. Diese Teile werden relativ hoch gehandelt und eröffnen teilweise ganz neue Möglichkeiten -- hier soll ein Überblick gegeben werden (wenn auch unter der Gefahr, dass die Teile dann noch teurer werden ...).


  • Anbauwinkel
    Wie oft will man die Stabilität "um die Ecke bringen"? Rechte Winkel sind oft unersetzlich, besonders wenn es um Modelle wie Tieflader o.ä. geht. Auch in Robotern oder Anlagen gibt es oft kein Limit für die Stabilität, sodass ich mir vor einiger Zeit etwa 20 der sog. Anbauwinkel gekauft habe. Diese Teile findet man zu zweit im Motormaster, sonst aber nur selten. Ich kann jedem nur empfehlen, sich mit diesen Teilen einzudecken, denn so teuer sind sie nicht.

  • Aluprofile
    War vorhin von Stabilität die Rede? Hier bekommt ihr sie. Stellt euch einen Baustein 30 beliebiger Länge vor (60 bis 6000mm), der aus einem Aluminiumprofil besteht. Unzerstörbar und grauenhaft unnachgiebig. Nicht durchzubiegen, aber hin und wieder zerstört man Bausteinzapfen, indem sie im Alu eingequetscht werden und fortan nicht mehr halten. Aluminiumprofile gibt es bei Knobloch (teuer), bei eBay (teuer), bei Staudinger (günstig) und bei Wilhelm Brickwedde (günstig). Es sind zwei verschiedene Sorten von Profilen zu unterscheiden: Die älteren Profile werden meist teurer gehandelt, sind aber deutlich leichter zu montieren und besitzen eine glatte Oberfläche. Die neuen Profile, wie sie von Staudinger verkauft werden, sind rau und recht schwer zu montieren. Ich empfehle auf jeden Fall ein Silikonöl, wenn man mit Aluprofilen hantiert.

  • Hubgetriebe
    Allzu oft benötigt man in Robotern, Anlagen oder auch in Fahrzeugen eine lineare Bewegung. Dafür sind die Hubgetriebe zuständig, die im alten mini mot 1 zu finden sind, im Profi Computing sowie im neeuen Mobile Robots 2. Ganz billig sind die Getriebe leider nicht, aber sie sind oft genau das, was man gerade braucht. Außerdem gibt es die Möglichkeit, mit diesen Getrieben einen Portalroboter zu bauen, wie Staudinger ihn im Programm hat. Dafür braucht es allerdings eine Menge Hubzahnstangen und auch leere Getriebe. Eine Anleitung können wir gerne geben.

  • Betätiger und alte Pneumatik

  • Wir brauchen eine Abhandlung über die Möglichkeiten der Pneumatik aus den 80ern. Wer fühlt sich angesprochen?


2.7. Was für ein Modell soll ich bauen?



Allzuoft sitzt man vor seinen Teilen und weiß nicht, was als nächstes aus dem Haufen entstehen soll. Im Internet gibt es einige Anlaufstationen, um diesen bedauerlichen Zustand zu ändern:

  1. Der Bilderpool auf ftcommunity.de.
    Ein Klick auf Bilderpool und schon hat man mehr als genug Auswahl.

  2. Das Modellideen-Forum, wo sich ein Riesenhaufen guter Ideen findet.

  3. Die Profis. thomasoft und Staudinger est geben sicherlich Anregungen genug für die Robotiker unter euch.



2.8 Wartung und Pflege


fischertechnik ist normalerweise wartungsfrei. Selbst Teile, die drei Jahrzehnte auf dem Dachboden gelegen haben, funktionieren im Normalfall noch gut. Bei einigen Teilen allerdings gibt es Ausnahmen, die wir hier vorstellen möchten.

2.8.1 Pneumatik



Aus dem Forum:
Normalerweise ist es nicht nötig, die Zylinder zu schmieren, aber manchmal kann es vorkommen, dass die Pneumatikzylinder schwer gehen oder festhaken oder der sie sollen auf der Convention / dem Clubdag den ganzen Tag laufen sollen*.
In diesen Fällen ist es empfehlenswert, die Zylinder zu schmieren. Dafür empfehlen sich Sillikonöle, die gut schmieren und die Zylinder nicht beschädigen. Hilfreich ist dabei ein Dosieraufsatz (langes dünnes Röhrchen), auf das man hoffentlich noch einen Pneumatikschlauch setzen kann. Dann sprüht man etwas Öl durch die beiden Schlauchanschlüsse in den Zylinder (Achtung, dabei fährt der Zylinder aus...) und verteilt dann das Öl, indem man den Zylinder von Hand etliche Male ein-und ausführt.
Außerdem ist es ratsam, an den Pleuel noch ein wenig zu sprühen, um den Reibungswiderstand zu minimieren.

So, und jetzt der große Nachteil: Es kann vorkommen, dass der Zylinder hakt, wenn er eine Weile nicht bewegt worden ist. Allerdings reicht dann immer der Druck eines normalen ft-Kompressors aus, um ihn zu bewegen.

Das entsprechende Öl verkauft unter anderem sogar der holländische ft-Vertreter Jaarsma, der auf den Clubdagen des FCNL und der Convention zu finden ist/war. Allerdings ist das Öl auch im normalen Handel erhältlich, unseres stammt ausm Aldi, wenn ich mich recht erinnere.

All das sind meine Erfahrungen, wer sie unterstützen kann oder anderes berichtet, soll das gerne posten.
Weiter im Thread ...

2.8.2 Quietschende Motoren



Auch dieses Problem und seine Lösung lässt sich zusammen mit ein wenig Unmut über Yahoo! im Forum, genauer gesagt in diesem Thread, nachlesen.

2.8.3 Statik



Oft werden Statikteile trocken und porös, manche Teile brechen leicht,wenn sie zu lange in der Sonne lagen. Dem kann man durch ein Bad abhelfen.
Man muss nicht gleich seine ganze Sammlung durch die Waschmaschine schicken, es reicht schon, sie in stehendes Leitungswasser zu tauchen. Wenn sich an denTeilen Luftblasen bilden, wurde es Zeit fürs Baden.

2.9 Wie bekomme ich mein Interface unter Windows XP zum laufen?



Da es immer wieder Anfragen gibt, wie man die fischertechnik-Interfaces mit der Pragrammiersprache X unter Windows XP zum Laufen bekommt, hier eine Checkliste, die man der Reihe nach Durchgehen sollte.

1) Serielles Interface

Funktioniert unter WIndows XP genauso wie unter jedem anderen Betriebssystem.
Bei Verbindungsfehlern hilft vielleicht die Checkliste von fischertechnik.de weiter:

http://www.fischertechnik.de/computing/pdf/30402verb.pdf


2) Parallele Interfaces

Hier tun sich je nach Fall die größten Probleme auf.

Wenn Sie LLWin in der Version 3 zur Verfügung haben, sollten Sie damit auf jeden Fall einige Tests durchführen, auch wenn Sie das Interface mit einer anderen programmiersprache programmieren wollen.

2.1) Mit LLWin

Sie benötigen LLWin ab Version 3.03. Sollten Sie LLWin 3 in einer niedrigeren version haben, benötigen Sie die neuesten Updates von
http://www.fischertechnik.de.

Die kostenlose Testversion von LLWin 3 funktioniert nicht mit dem Parallelen Interface unter Windows XP.

Sollte damit das Interface nicht einwandfrei funktionieren, hier einige Tips. Erst wenn hier alles tut macht es Sinn, mit anderen Programmiersprachen zu testen.

Troubleshooting mit LLWin:
- Richtiges Interface?
Theoretisch müssten alle Interfaces, die nicht für C64 hergestellt wurden ohne Umbau funktionieren. (Bei Interfaces für Apple bin ich mir allerdings nicht sicher)
- Flachbandkabel richtig eingesteckt?
- Funktionieren die Eingänge?
Bei zumindest einigen Interfaces funktionieren die Eingänge auch ohne Stromversorgung - d.h. wenn die Eingänge nicht tun liegt i.d.R. ein generelles verbindungsproblem vor, wenn sie tun, aber die Motoren nicht, müsste einer der folgenden Tips weiterhelfen.
- Richtige Stromversorgung und richtig gepolt? (kann man testweise umpolen, kaputtgehen darf dabei nichts)
- zu testender Motor/Lampe etc funktionsfähig?
- Und vor allem: an den richtigen Drähten/Buchsen der Steckerleiste?
(Mir ging es schon manchmal so, dass ich einen Motor mit "M1 links" zum laufen bekommen wollte, der an M4 angeschlossen war...)
Das gilt natürlich auch für die Eingänge.
- Leuchtet die Led (wenn mehrere: eine davon) am Interface?
- Wenn nein: Während die LLWin-Interfacediagnose läuft, Interface-Stromversorgung kurz unterbrechen und wieder einstecken. Danach sollte die Led zumindest kurz aufleuchten, im Idealfall solange weiterbrennen bis man die Interfacediagnose beendet.
Wenn die Stromunterbrechung hilft, dann ist es sinnvoll, in die Interface-Stromversorgungsleitung einen Minitaster einzubauen und diesen so anzuschließen, dass der Strom beim Drücken des Tasters kurz unterbrochen wird.


2.2) Mit einer anderen Programmiersprache

Hier können alle Fehler, die mit LLWin auftreten können, auch auftreten, allerdings noch eine Reihe mehr...

Zur Ansteuerung mit einer "echten" Programmiersprache empfiehlt sich der umfish-Treiber von Ulrich Müller.
http://www.ftcomputing.de


Ich habe für diejenigen, die kein LLWin zum Testen zur Verfügung haben, mit dem umfish-Treiber ein kleines Testprogramm geschrieben, das sie hier herunterladen können:
ftPIntTest.zip

Das Programm versucht eine Verbindung zu dem Interface am eingegebenen Port herzustellen und an diesem Interface Motor 1 eine kurze Zeit lang einzuschalten.
Während das Programm läuft wird ein Zahlenwert angezeigt, der die Eingänge des Interfaces darstellt.

Zum "Installieren" des umfisch-Treibers unter Windows XP:
- Das Archiv ftPIntTest.zip in einen eigenen Ordner entpacken
- Die Datei WinRTSys.reg doppelklicken
- Die Datei WinRT.sys nach C:WINDOWSSYSTEM32DRIVERS kopieren
(möglicherweise auch C:WINNT...)
- Computer neustarten (wichtig!).

In der Regel sollte man damit nach dem Neustart das Interface über den Port LPT1 ansprechen können.

Wenn ein Fehler wegen der Interfaceverbindung kommt:
Treiber wurde nicht richtig installiert, überprüfen Sie den Pfad von WinRT.sys. Möglicherweise kann es auch zu Konflikten mit Druckertreibern kommen, wenn möglich alle testweise deinstallieren und neustarten.


Wenn das Interface angeblich erkannt wird, aber trotzdem nicht tut: Checkliste von weiter oben (LLWin) durchgehen, vor allem die Stromunterbrechung des Interfaces kann hier notwendig sein. (Wenn sie das bei LLWin schon war, dann hier erst recht)

Wichtig: Das Testprogramm kommuniziert nur dann mit dem interface, wenn man auf Start geklickt hat - und dann nur für kurze Zeit, um den Computer nicht allzu lange zu blockieren.

Sollte das alles nichts helfen, können Sie es mit dem VXd-Treiber versuchen. Lesen Sie dazu die Datei umfish.txt von Ulrich Müller (ist auch in der Zip-Datei), und folgen Sie den Anweisungen dort.



Das ist nicht das Ende, aber hier hört's auf.
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Markus Mack aka MarMac,
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Wir danken Sven Engelke,
Holger Howey, Harald Steinhaus (punkt, gmx.de) sowie Eric-Peter Müller für Tee, Mitgefühl und Sofas.


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